Über uns

Das Himmelmoor ist eine landschaftliche Perle unter den Mooren in Schleswig-Holstein. Neben den großflächigen Niedermooranteilen hat sich an einigen Stellen noch Hochmoor erhalten, wenn auch im degenerierten Zustand. Die Bereiche rund um die Kernzone des Moores, bei denen z. T. noch die Hochmoorreste verblieben sind, zeichnen sich eher durch trockenere Flächen aus.

Im äußeren Moorbereich sind moortypische Bruchwälder und Brachflächen zu finden. Zum Teil wird auf einigen wenigen Flächen extensive Landwirtschaft betrieben.

Die Fläche ist in großen Teilen europäisches Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH, auch Natura 2000 genannt) und wird in absehbarer Zeit komplett zum Naturschutzgebiet (NSG) erklärt.
Das Moorkonzept sieht vor, dass prinzipiell ca. 75% der Gesamtfläche der Natur vorbehalten sind (Betretungsverbot). 25% sind der Naherholung zugeordnet.

Der Förderverein Himmelmoor e. V., der im Jahr 2006 gegründet wurde, stellt sich mit weiteren Partnern die Aufgabe, dieses Erbe zu bewahren und seine ökologische Bedeutung für künftige Generationen in hoher Qualität zu erhalten.

Im Verein haben sich die unterschiedlichsten Interessengruppen zusammengefunden, um die festgelegten einzelnen Ziele zu erreichen. Der Personenkreis reicht von namhaften Vertretern der Stadt und der Behörden, über die Naturfreunde Pinneberg e. V., den BUND, den NABU, die Rotarier, die Lions, über die Jäger, die Geschichtswerkstatt der Stadt Quickborn bis hin zu engagierten Einzelpersonen.

Insgesamt hat der Verein derzeit über 60 Mitglieder. Viermal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, auf der die anstehenden Themen diskutiert werden. Daneben gibt es Arbeitskreise, die sich mit den einzelnen Projekten beschäftigen.
Die Finanzierung unserer Projekte erfolgt über Mitgliedsbeiträge, Erlöse aus den Torfbahnfahrten, Spenden und Zuschüsse.



Derzeitige Eigentumsverhältnisse

Zum 01.01.2019 hat die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als neuer Eigentümer große Teilflächen von den Landesforsten übernommen.
Die Stadt Quickborn hat vor geraumer Zeit das Torfwerk im Himmelmoor gekauft, um es kulturell zu nutzen bzw. durch den Förderverein nutzen zu lassen. Zum Kaufpaket gehören Teile der zum Torfwerk führenden Himmelmoorchaussee, der Parkplatz des Betriebs sowie Gleisanlagen. Insgesamt erwarb die Stadt 27.000 Quadratmeter.
Zwischen der Stadt Quickborn und dem Förderverein ist ein Mietvertrag geschlossen worden, der in einen Erbbaurechtsvertrag mit unserem Verein münden soll.
Mit dem Kauf erhält die Stadt die Möglichkeit, die in einem Konzept festgelegten Einzelziele gemeinsam mit dem Förderverein zu realisieren. Sie möchte außerdem den Betrieb der Torfbahn aufrechterhalten, auf die auch die Feuerwehr bei Einsätzen in dem Gebiet angewiesen ist.

Quickborn, im April 2021



Ziele

Der Verein will:

die unterschiedlichen Interessen aller Beteiligten ausgleichen, damit ein ganzheitliches Konzept weiterentwickelt und fortgeführt werden kann.

dazu beitragen, dass die Natur sich moorspezifisch entwickeln kann und die Naturflächen besonders geschützt werden.

die Arbeit der an der Entwicklung und Erhaltung des Moores beteiligten Personen, Institutionen, Vereine, Verbände, Behörden etc. fördern.

daran mitwirken, die Infrastruktur der Naherholung zu verbessern bzw. auf hohem Qualitätsstandard zu halten, so z. B. Unterstände, Infotafeln, Bänke, Unterhaltung der Wege, etc.

für dieses Konzept in der Öffentlichkeit werben.

als derzeitige Schwerpunktaktivitäten die historischen Gebäude auf dem Gelände einer neuen Zweckbestimmung zuführen.



Das Himmelmoor bietet nicht nur Natur und Naherholung für den interessierten Besucher. Weitere wichtige Themen runden die Vielfalt ab. Ein derzeitiger Schwerpunkt ist es, gemeinsam mit der Stadt Quickborn die historischen Gebäude zu erhalten und einer neuen Verwendung zuzuführen.


Einzelziele:

Erhalt des Torfwerkes durch Ausbau als Kulturzentrum bzw. als Moormuseum zur Darstellung der Industriegeschichte.

Aufbau von Naturkundeausstellungen und eines Wochenend- Cafés in Form eines Naturkunde- und Besucherzentrums im ehemaligen Waagehaus.

Etablieren einer historischen Werkstatt für die Torfbahn.

Ausbau des Henri-Goldstein-Haus zur Gedenkstätte mit dem Thema der Bewirtschaftung des Moores durch Strafgefangene in der älteren dunkleren Vergangenheit.

Forschungen zum Thema Klima durch universitäre Einrichtungen.

Monitoring und Forschung zum Thema „Biodiversität/Insekten im Moor“ durch universitäre Einrichtungen



Informationen sind der Rubrik „Projekte“ zu entnehmen.

Ein weiteres wichtiges Ziel bildet die Vermittlung von Wissen über die Entstehungsgeschichte des Moores, die typische Fauna und Flora sowie die geologischen Verhältnisse des Moores.
Zielgruppen sind alle interessierten Besucher, insbesondere aber auch Schülerinnen und Schüler bzw. Jugendliche. Führungen auf den bestehenden Wanderwegen werden angeboten. Insbesondere der Moorlehrpfad ist mit seinen Informationstafeln und Erlebnisstationen entsprechend eingerichtet.

Anfang 2015 wurde im Förderverein die „AG Moorlehrpfad“ gegründet, später als AG Moor aktiv. In dieser AG wurde der Moorlehrpfad geplant und realisiert.
Informationen sind der Rubrik „Projekte“ -Moorlehrpfad zu entnehmen.

Der AG Moor obliegt neben allgemeinen Wartungsarbeiten auch die jährlichen Entkusselaktionen im Gebiet der Naherholung. Weitere Entkusselarbeiten werden im Bereich der Torfbahnstrecke von der AG Torfbahn wahrgenommen.

Sinn des Vereins ist es aber auch, die unterschiedlichen Interessen der an der Moorentwicklung beteiligten Gruppen zu harmonisieren. Dies ist nur dadurch gut möglich, weil viele Organisationen entweder direkt, über Einzelmitgliedschaften oder als kooperative Partner im Förderverein tätig sind. Genannt seien hier:

BUND, NABU, Naturfreunde Pinneberg, AG Torfbahn, Förderverein Henri-Goldstein-Haus, Lions, Rotarier, Stadt Quickborn, Stadtwerke Quickborn, Reitvereinigung Reitregion Quickborn, Heimatverein Borstel-Hohenraden, Dorfverein Renzel, Geschichtswerkstatt der VHS Quickborn, Borstel-Hohenraden, Bilsen und einige Grundeigentümer.

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